Die Elbe ist in Hamburg kein gewöhnlicher Fluss. Sie fließt nicht einfach Richtung Meer, sondern ändert mit den Gezeiten ihre Richtung und ihren Wasserstand. Fachleute nennen den Abschnitt zwischen der Mündung bei Cuxhaven und dem Wehr in Geesthacht Tideelbe.
Die Begriffe
- Flut: die Phase, in der das Wasser steigt.
- Ebbe: die Phase, in der das Wasser fällt.
- Hochwasser: der höchste Stand einer Tide.
- Niedrigwasser: der tiefste Stand einer Tide.
- Tidehub: der Unterschied zwischen Niedrig- und Hochwasser.
Wie stark die Elbe in Hamburg schwankt
Am Pegel St. Pauli liegen mittleres Tidehochwasser (711 cm) und mittleres Tideniedrigwasser (347 cm) gut dreieinhalb Meter auseinander (Zeitraum 2001 bis 2010, PEGELONLINE). Das sieht man an den Landungsbrücken, an den Treppen der Fleete in der Speicherstadt und am Strand von Övelgönne.
Wo die Tide endet
Die Gezeitenwelle läuft die Elbe hinauf, bis sie am Wehr Geesthacht gestoppt wird. Oberhalb davon ist die Elbe ein Binnenfluss, dessen Hochwasser vor allem durch Regen und Schneeschmelze entsteht – eine ganz andere Art von Hochwasser als in Hamburg.
Was das für den Alltag heißt
Wer an der Elbe sitzen, Boot fahren oder am Fischmarkt parken will, sollte den Rhythmus kennen. Der Wasserstand ändert sich innerhalb weniger Stunden um mehrere Meter – bei Wind aus der falschen Richtung auch über das Gewohnte hinaus. Die Startseite zeigt dir den Verlauf der letzten und der nächsten 24 Stunden.