Der Hamburger Fischmarkt ist das bekannteste Bild jeder Sturmflut in Hamburg: Wasser rund um die Fischauktionshalle, Absperrungen, Schaulustige an der Kante. Der Grund liegt in der Lage – der Platz befindet sich vor der Hochwasserschutzlinie, also auf der Wasserseite der Deiche und Schutzwände.
Woran du erkennst, dass es nass wird
Entscheidend ist der Wasserstand am Pegel St. Pauli. Die Hamburger Behörde für Inneres und Sport führt eine amtliche Tabelle, ab welchem Wasserstand Straßen und Flächen vor der Hauptdeichlinie überflutet werden. Für den Fischmarkt / die Fischauktionshalle nennt sie den Beginn der Überflutung ab +3,50 m NHN. Das sind 1,35 m über dem mittleren Hochwasser und am Pegel St. Pauli rund 850 cm.
Damit wird der Fischmarkt schon nass, bevor das BSH offiziell von einer Sturmflut spricht (ab 1,5 m über dem mittleren Hochwasser, rund 864 cm). Die behördliche Tabelle ordnet ihn in die Stufe „erhöhter Wasserstand“ ein.
Diesen Wert vergleichen wir auf der Ortsseite Fischmarkt laufend mit Messung und amtlicher Vorhersage und zeigen, ob und wann die Schwelle voraussichtlich erreicht wird.
Vorhersage lesen
Die amtliche Vorhersage nennt für jedes Hochwasser eine Höhe und eine Unsicherheit. Bei 864 cm ± 25 cm kann das tatsächliche Hochwasser also auch 25 cm niedriger oder höher ausfallen. Zusätzlich drückt starker Wind Wellen über die Kante, auch wenn der mittlere Wasserstand knapp darunter bleibt.
Was du beachten solltest
- Ist eine Sturmflut angekündigt, Autos von tief liegenden Parkflächen am Fischmarkt rechtzeitig wegfahren.
- Nicht durch überflutete Flächen gehen oder fahren – Kanten und Hindernisse sind unter Wasser unsichtbar.
- Absperrungen von Polizei, Feuerwehr und Hafenbehörden gelten auch für Zuschauer.