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Hochwasser oder Sturmflut? Die Einstufung des BSH

Ab wann das BSH von Sturmflut, schwerer und sehr schwerer Sturmflut spricht – und was das am Pegel St. Pauli in Zentimetern bedeutet.

Aktualisiert 25.10.2026

„Hochwasser“ ist in Hamburg zunächst nur der höchste Wasserstand einer Tide – zweimal am Tag, ganz normal. Von einer Sturmflut spricht man, wenn Sturm das Hochwasser deutlich über das übliche Maß anhebt.

Die Stufen

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) stuft Wasserstände an der Nordseeküste und in den Tidegebieten nach ihrer Höhe über dem mittleren Hochwasser (MHW) ein:

  • Sturmflut: ab 1,5 m über MHW
  • Schwere Sturmflut: ab 2,5 m über MHW
  • Sehr schwere Sturmflut: ab 3,5 m über MHW

Umgerechnet auf den Pegel St. Pauli

Das BSH gibt für St. Pauli ein mittleres Hochwasser von 714 cm an. Daraus ergeben sich am Pegel:

  • Sturmflut ab rund 864 cm (etwa 3,64 m NHN)
  • Schwere Sturmflut ab rund 964 cm (etwa 4,64 m NHN)
  • Sehr schwere Sturmflut ab rund 1064 cm (etwa 5,64 m NHN)

Diese Grenzen zeichnen wir auf der Pegellatte der Startseite ein. Sie sind eine Einstufung für das Gebiet – keine Aussage darüber, ob ein bestimmter Ort überflutet wird.

Warum Sturm das Wasser hebt

Anhaltender Wind aus West bis Nordwest drückt Wasser in die Deutsche Bucht und die Elbmündung hinein. Trifft dieser Windstau auf ein ohnehin hohes astronomisches Hochwasser, kann der Wasserstand in Hamburg Meter über dem Normalen liegen. Deshalb weicht die Vorhersage bei Sturm oft stark von der astronomischen Gezeitenberechnung ab.

Was zählt

Die Einstufung veröffentlicht das BSH auf wasserstand.bsh.de. Warnungen und Anweisungen für die Bevölkerung kommen von den zuständigen Behörden – etwa über die Warn-App NINA.

Quellen

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