Wenn in Hamburg von Wasserständen die Rede ist, meint man fast immer den Pegel Hamburg St. Pauli. Er steht an den Landungsbrücken bei Elbe-Kilometer 623,1 und trägt die Pegelnummer 5952050. Betrieben wird er von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes; die Messwerte sind über PEGELONLINE frei verfügbar.
Was der Pegel misst
Der Pegel misst den Wasserstand in Zentimetern über seinem Pegelnullpunkt (PNP). Der Pegelnullpunkt ist eine feste Bezugshöhe, die so tief liegt, dass Messwerte praktisch nie negativ werden. Ein Wert von 365 cm heißt also nicht, dass das Wasser 3,65 Meter tief ist – sondern dass es 3,65 Meter über diesem Nullpunkt steht.
Der Pegelnullpunkt in NHN
Laut PEGELONLINE liegt der Pegelnullpunkt von St. Pauli seit dem 01.11.2019 bei −5,004 m NHN. Damit lässt sich jeder Pegelwert in eine Höhe über Normalhöhennull umrechnen:
- Höhe in m NHN = −5,004 + Pegelwert in cm / 100
- Beispiel: 700 cm entsprechen −5,004 + 7,00 = rund 2,00 m NHN
- Beispiel: 914 cm entsprechen rund 4,14 m NHN
Wichtig: Diese Rechnung gilt nur für genau diesen Pegel und diesen Nullpunkt. Andere Pegel haben andere Nullpunkte. Ändert ein Betreiber den Nullpunkt, prüfen wir die Angabe neu, bevor wir wieder umrechnen.
Kennwerte
PEGELONLINE nennt für St. Pauli unter anderem das mittlere Tidehochwasser von 711 cm und das mittlere Tideniedrigwasser von 347 cm (2001 bis 2010). Das BSH arbeitet mit einem mittleren Hochwasser von 714 cm. Die aktuellen Werte und alle Kennwerte findest du auf der Seite Pegel.
Warum ein Referenzpegel?
Lokale Überflutungsschwellen beziehen wir auf diesen einen Pegel. Das hat einen praktischen Vorteil: Für St. Pauli gibt es eine amtliche Vorhersage, für einzelne Straßen nicht. Mit einer Schwelle am Referenzpegel lässt sich aus der Vorhersage ablesen, wann es an einem Ort voraussichtlich kritisch wird.